Weihnachten in Österreich: Winter- und Weihnachtsbräuche

In Österreich gibt es nicht nur zu Weihnachten viele Bräuche und Traditionen, die immer noch gelebt werden. Natürlich haben Weihnachtsbräuche einen besonderen Status.

Jede Region hat ihre eigenen Winterbräuche, die immer wieder Zuschauer und Besucher anlocken und begeistern. Auch wenn die Winterbräuche meist das Ziel haben den Winter zu vertreiben, wünschen sich viele, besonders Skifahrer, dass der Winter und Schnee doch noch eine Zeitlang ausharren.

So feiert man Weihnachten in Österreich

Salzburg und Tirol

„Roateln“ im Lavanttal/Görtschitztal Kärnten

Der Weihnachtsbrauch „Roateln“, wie er im Lavanttal und im Görtschitztal zu finden ist, ist doch eher ungewöhnlich. Alles, was mit einer Schneide ausgestattet ist, wird vor Weihnachten geschärft.

Am Heiligen Abend wird dann alles unter den weiß gedeckten Tisch gelegt, auf dem ein Reindling steht. Daneben befinden sich eine Schale mit Weihwasser und Kerzen. Eiserne Ketten werden um die Tischbeine gewickelt. Der Tisch bleibt genauso bis zum Neujahrstag stehen.

Mit dem uralten Abwehr- und Bindezauber sollen bei dem Bauern Glück und eine gute Ernte erreicht werden.Foto:© Kärnten Werbung, Fotograf: Franz Gerdl

Besuch vom alten Weib Kärnten

Im Rosental treibt die „Pehtra Baba“ in den Rauhnächten ihr Unwesen. Besonders in der Nacht vom 5. auf den 6. Januar, also vor dem Dreikönigstag, zieht sie von Haus zu Haus.

Sie erscheint als altes zerlumptes Weib, mit verhülltem Gesicht und Strohhut. Sie fordert Würstchen und wenn sie sie bekommt, bleibt der Legende nach, das Haus in dem Jahr vor Unheil verschont.

Für die Kinder hat sie Nüsse, Dörrzwetschgen und andere Süßigkeiten dabei, die sie aus ihrer Schürze oder einem alten Korb auf den Boden schüttet. Foto:kaernten.at

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Schifferlsetzen Niederösterreich

Der Hl. Nikolaus bringt nicht nur Geschenke, er ist ebenso der Patron der Schiffleute. Kinder setzen zu seinen Ehren selbstgebastelte und geweihte Schiffe mit einer Kerze in Spitz an der Donau ein. Der Brauch soll Glück und Segen bringen.

Gaminger Rauhnachtslauf Niederösterreich

Zottelige Gestalten in Schaf- und Ziegenfell mit grimmigen Masken treiben beim Gaminger Rauhnachtslauf den Winter aus.

Obwohl der „Percht“ das Strafende und Böse verkörpert, bringen seine Rutenschläge Glück und Fruchtbarkeit. Foto:© Oberösterreich Tourismus GmbH / Wiesenhofer

Räuchern

Die mythische Zeit der Rauhnächte begann dem Volksglauben nach am 25. Dezember. Rauhnacht leitet sich vom Räuchern ab. Bis zum 6. Januar wurden Stall und Stube von unheimlichen Geistern heimgesucht. Durch das Ausräuchern sollten sie gebändigt werden. Dafür wurden am Heiligen Abend, zu Silvester und am Dreikönigstag Haus und Hof geräuchert, wobei es Unglück oder gar den Tod bedeutete, wenn beim Räuchern ein Familienmitglied fehlte. Der Brauch des Räucherns wird heute noch in Tirol gelebt.