Bethmännchen ein klassisches Weihnachtsgebäck

Bei den Bethmännchen handelt es sich um ein Backwerk, das in der Adventszeit gebacken und normalerweise an Weihnachten gegessen wird. Selbstverständlich dürfen die Bethmännchen auch schon in der Vorweihnachtszeit verzehrt werden.

Herkunft und Brauchtum

Bethmännchen

Diese Spezialität stammt aus Frankfurt am Main und wurde von der Familie Bethmann erfunden. Genauer gesagt von dessen Konditor Jean Jacques Gautenier, der im 19. Jahrhundert bei dieser Familie beschäftigt war. Die Bethmännchen werden aus einem speziellen Marzipanteig mit Rosenwasser, Mandeln und Puderzucker zubereitet. Aus diesem Teig werden kleine Kugeln kreiert, die inzwischen mit je drei Mandelplättchen verziert werden. Angeblich erhielten die Bethmännchen früher sogar vier Mandelplättchen, da die Familie Bethmann vier Söhne hatte. Nachdem einer von diesen verstarb, wurden nur noch drei Mandelplättchen verwendet. Allerdings ist diese Tatsache umstritten.

Die Bethmännchen sind stark an die Brenten angelehnt, die ebenfalls im Frankfurter Raum entstanden. Allerdings waren die Brenten ein sehr großes Gebäckstück, während die Bethmännchen als kleine, mundgerechte Kugeln geformt wurden. Daher fand das Weihnachtsgebäck Bethmännchen sehr schnell Anklang und wurde regelmäßig in reichen Familien – vorrangig in der Familie Bethmann – zum fünf-Uhr-Tee gereicht.

Die Tatsache, dass die Bethmännchen zur Weihnachtszeit gebacken werden, entwickelte sich erst nach und nach. Im Laufe der Zeit wandelte sich diese Situation nochmal und mittlerweile können die Bethmännchen das ganze Jahr über gekauft werden. In der eigenen, privaten Backstube werden diese jedoch nur für Weihnachten gebacken.

Wichtig bei der Herstellung von Bethmännchen ist die Verteilung der drei Mandelplättchen: Diese müssen gleichmäßig auf der kleinen Kugel verteilt und so angebracht werden, dass sich die Spitzen oben berühren. Das Rosenwasser wird mit Zucker angesetzt und als Glasur verwendet. Dieses Weihnachtsgebäck wird im Ofen goldbraun gebacken und kann anschließend bis zu vier Wochen in einer trockenen Dose gelagert werden. Aufgrund dieser Tatsache können sie ohne Probleme zu Beginn der Adventszeit gebacken und an Weihnachten verzehrt werden.

http://www.weihnachten.one/wp-content/uploads/2017/04/Bethmaennchen.jpghttp://www.weihnachten.one/wp-content/uploads/2017/04/Bethmaennchen-150x150.jpgChristkindWeihnachtsbackenWeihnachtsbrauchtumWeihnachtsgebäckBethmännchen ein klassisches Weihnachtsgebäck Bei den Bethmännchen handelt es sich um ein Backwerk, das in der Adventszeit gebacken und normalerweise an Weihnachten gegessen wird. Selbstverständlich dürfen die Bethmännchen auch schon in der Vorweihnachtszeit verzehrt werden. Herkunft und Brauchtum Diese Spezialität stammt aus Frankfurt am Main und wurde von der Familie Bethmann erfunden....

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