Der Barbaraweizen Geschichte und Ursprung

Auch Lucia- oder Luzienweizen oder Weihnachtsweizen genannt. Der Barbaraweizen ist ein christlicher Brauch, der in der Adventszeit am Barbaratag (4. Dezember) oder Luciatag (13. Dezember) zum Tragen kommt. Während er früher auch in Deutschland praktiziert wurde, findet er heute fast nur noch in in Österreich, Ungarn, Slowenien, Kroatien und Südfrankreich Verwendung.

Der Brauch zum Barbaratag

Bei diesem Brauch wurde am 4. Dezember – also am Barbaratag – oder am 13. Dezember (Luciatag) eine Getreidesaat auf einem Teller ausgelegt. In der Regel handelte es sich hierbei um Weizen, daher der Name Barbaraweizen. Der Sinn des dann wachsenden Weizens lag in der hohen Bedeutung des Weizens als Brotfrucht und sollte Jesu Christi symbolisieren. Des Weiteren stellt der Barbaraweizen die Ursprünge des heute verwendeten Weihnachtsbaumes dar.

Viele betrachten den aufkeimenden Weizen auch als Zeichen für das kommende Jahr, ob die eigene Ernte ertragreich oder weniger erfolgreich ausfallen wird. Der Barbaraweizen sollte bis Weihnachten eine schöne Größe erreichen, es kann jedoch auch passieren, dass der Weizen viel zu schnell wächst oder viel zu langsam. Wichtig ist, dass die ausgestreute Saat immer feucht gehalten wird und an einem warmen, windgeschützten Ort steht.

Viele lassen den Weizen auf Erde oder auf Watte wachsen. Dies ist jedoch nicht nötig, es reicht aus, wenn die Saat in einem Teller ausgestreut wird und anschließend befeuchtet wird. Perfekt ist der Barbaraweizen, wenn er am Heiligen Abend einen schönen Busch gebildet hat. Dann wird dieser mit einer Kerze geschmückt und auf den Esstisch gestellt.

Ursprung des Brauches

Der Ursprung des Barbaraweizens geht weit zurück, bis in die Antike. Dort wurde dieser Brauch in Bezug auf Adonis, den Gott der Schönheit und Vegetation genutzt. Die Aussaat auf dem Teller wurde in der Mittelmeerregion, in Ägypten und im vorderen Orient verwendet und galt schon immer als Zeichen für die Unsterblichkeit des Gottes Adonis. Aus diesem Grund wird der Barbaraweizen im Christentum in der vorweihnachtlichen Zeit verwendet – als Symbol für die Unsterblichkeit Christi. Am Heiligen Abend sollte der Barabaraweizen seine volle Kraft entwickelt haben.

http://www.weihnachten.one/wp-content/uploads/2015/05/Christbaumschmuck-2.jpghttp://www.weihnachten.one/wp-content/uploads/2015/05/Christbaumschmuck-2-150x150.jpgChristkindWeihnachtsbrauchtum13. Dez,4. Dez,Alpen,Bayern,Frankreich,Kroatien,Österreich,Slowenien,UngarnDer Barbaraweizen Geschichte und Ursprung Auch Lucia- oder Luzienweizen oder Weihnachtsweizen genannt. Der Barbaraweizen ist ein christlicher Brauch, der in der Adventszeit am Barbaratag (4. Dezember) oder Luciatag (13. Dezember) zum Tragen kommt. Während er früher auch in Deutschland praktiziert wurde, findet er heute fast nur noch in in Österreich, Ungarn,...

Weitere Artikel

  • 67
    Der Christklotz Geschichte und Ursprung Der Christklotz, auch Christblock, Christbrand oder Mettenstock, ist ein Weihnachtsbrauch, der an Weihnachten ausgeführt wird und bei dem Holz zum Einsatz kommt. Genauer betrachtet durfte nur Esche oder Eiche verwendet werden, die zuvor geweiht wurde. Diese Holzscheite wurden in den Ofen gelegt und durften erst am…
  • 64
    Das Christkind - Bedeutung und Geschichte Auf das Christkind freuen sich jährlich Tausende von Kindern, vor allem in Südbayern und in Österreich, wo das Christkind das Gegenstück vom Weihnachtsmann darstellt. In diesen genannten Regionen, aber auch in Südtirol, Schweiz, Ungarn, Tschechien, Slowakei, Slowenien, Kroatien und in Südbrasilien bringt das Christkind…
  • 57
    Krampus - Skurriler Feiertag der Teufel Beim Krampus handelt es sich um eine Gestalt, die in der Weihnachtszeit den heiligen Nikolaus begleitet und an seiner Stelle böse Kinder bestraft – das Verteilen von Geschenken an die braven Kinder bleibt immer dem Nikolaus vorbehalten. Aus diesem Grund nehmen alle Kinder den…
  • 51
    Das Ausräuchern von Haus und Hof Beim Ausräuchern handelt es sich um einen Brauch, der an mehreren Tagen zwischen Weihnachten und dem 6. Januar stattfindet. Hierbei wird sowohl die Wohnung, das Haus und das Gelände ausgeräuchert. Ausräuchern mit Weihrauch und Weihwasser Dieser Brauch besteht seit mehreren Jahrhunderten und entstand ursprünglich,…
  • 46
    Klausentreiben ein Brauch im alemannischen Alpenraum Das Klausentreiben ist ein ähnlicher vorweihnachtlicher Brauch wie das Krampuslaufen. Auch das Klausentreiben wird zur Weihnachtszeit, meist am 6. Dezember, ausgeübt. In diesem Fall verkleiden sich Männer mit Holzmasken, die auch der Krampus trägt. Ebenso trägt man beim Klausentreiben Hörner und zieht Tierfelle an.…
  • 43
    Seit Mitte des 20. Jahrhunderts zählt das Adventssingen zum allgemeinen Weihnachtsbrauchtum in Österreich und bei Deutschland . Dieser Brauch wurde fast zeitgleich in Österreich und in Bayern begonnen: in Österreich erschuf Tobias Reiser (1907-1975) das erste Adventssingen, da er die Volksmusik wieder in Erinnerung rufen wollte. In München begann Emanuel…