Barbarazweige der Brauch zum Barbaratag

Der Brauch, bei dem Barbarazweige verwendet werden, bezieht sich auf die Heilige Barbara, die auf ihrem Weg ins Gefängnis an einem Zweig hängenblieb.

Diesen Zweig stellte sie im Gefängnis in eine Vase mit Wasser und der Zweig blühte an ihrem Todestag auf.

Dass sich diese Tatsache zu einem Brauch wandelte, wurde erstmals im 13. Jahrhundert erwähnt.

Barbarazweige an Weihnachten zum Blühen bringen

Bei diesem Brauch werden am 4. Dez  Zweige von Obstbäumen abgeschnitten und ins Wasser gestellt. Es eignen hierfür Zweige von Apfelbäumen und Kirschbäumen, aber auch von Haselnuss- und Kastanienbäumen. Alternativ dürfen auch Zweige von Holunderbüschen oder Rotdorn verwendet werden. Diese Zweige müssen bis Weihnachten aufblühen. Wenn diese Zweige aufblühen, dann bedeutet dies Glück im nächsten Jahr.

Tradition der Barbarazweige

In Wien und Niederösterreich werden alle Barbarazweige mit dem Namen der Familienangehörigen versehen und wessen Zweig bis Weihnachten aufblüht, der hat im nächsten Jahr viel Glück. Viele Glauben daran, dass ein nicht aufgeblühter Zweig andeutet, dass im nächsten Jahr ein naher Verwandter stirbt. Teilweise wird auch der Erfolg der Ernte im nächsten Jahr abgeleitet – auch hier gilt, dass nur ein bis Heilig Abend blühender Zweig eine gute Ernte verspricht. Früher wurden die Barbarazweige auch genutzt, um zu erkennen, ob ein heimlicher Geliebter der Ehemann werden könnte. In diesem Fall wurden den Barbarazweigen die Namen der heimlichen Geliebten zugewiesen und wenn genau dieser Zweig bis Weihnachten blühte, dann standen die Chancen hoch, dass die Liebe auf Gegenseitigkeit beruhte.

Heute werden Barbarazweige hauptsächlich als Dekoration verwendet. Laut bestimmter Überlieferungen könnte der Barbarazweig der Ursprung des heutigen Christbaumes gewesen sein. Früher wurden in Bayern Obstbäume als Weihnachtsbäume aufgestellt und bunt geschmückt. Zwischendurch wurde das Abschlagen von Zweigen verboten, da hierdurch die Obstbäume beschädigt wurden. Eine heute noch geltende Aussage über die Barbarazweige lautet, dass mit einem blühenden Zweig Licht ins Leben gebracht wird – somit auch ein Zeugnis für die Geburt Christi.

http://www.weihnachten.one/wp-content/uploads/2016/10/Barbarazweige.jpghttp://www.weihnachten.one/wp-content/uploads/2016/10/Barbarazweige-150x150.jpgChristkindWeihnachtsbrauchtumWeihnachtsdeko4. Dez,Alpen,Bayern,ÖsterreichBarbarazweige der Brauch zum Barbaratag Der Brauch, bei dem Barbarazweige verwendet werden, bezieht sich auf die Heilige Barbara, die auf ihrem Weg ins Gefängnis an einem Zweig hängenblieb. Diesen Zweig stellte sie im Gefängnis in eine Vase mit Wasser und der Zweig blühte an ihrem Todestag auf. Dass sich diese Tatsache zu...

Weitere Artikel

  • 91
    Seit Mitte des 20. Jahrhunderts zählt das Adventssingen zum allgemeinen Weihnachtsbrauchtum in Österreich und bei Deutschland . Dieser Brauch wurde fast zeitgleich in Österreich und in Bayern begonnen: in Österreich erschuf Tobias Reiser (1907-1975) das erste Adventssingen, da er die Volksmusik wieder in Erinnerung rufen wollte. In München begann Emanuel…
  • 90
    Krampuslaufen im alpenländischen Raum Das Krampuslaufen ist ein weihnachtlicher Brauch, der vorrangig im Alpenland durchgeführt wird. In der Regel wird das Krampuslaufen am 5. Dezember ausgeübt, während der Heilige Nikolaus am 6. Dezember erscheint. Manchmal ist es auch so, dass beide zusammen am 5. Dezember auftreten. Beim Krampenlaufen läuft der…
  • 83
    Das Frauentragen im Advent Frauentragen ist ein weihnachtlicher Brauch, der in der Adventszeit durchgeführt wird – genauer gesagt in der Zeit vom ersten Dezember bis Weihnachten. Hierbei wird am ersten Dezember eine Figur der Jungfrau Maria von einer Familie zur nächsten getragen. Diese Figur befindet sich normalerweise in der Kirche…
  • 80
    Perchten - Eine Tradition lebt auf Die Perchten sind verkleidete Gestalten und gehören zu einem winterlichen Brauch, der in Österreich und Bayern seinen Ursprung hat. Teilweise wird dieser Brauch auch in der Weihnachtszeit durchgeführt, abhängig von der Region. Manchmal treiben die Perchten ihr Unwesen bereits Anfang Dezember und begleiten den…
  • 80
    Buttnmandl - Strohbüschel mit pechschwarzen Gesichter Die Adventszeit bietet einen großen Freiraum, um alte Weihnachtsbräuche ausführen zu können. Bei den Buttnmandl handelt es sich um Teilnehmer des Buttnmandllaufens. Diese Tradition wird lediglich im Berechtesgadener Land durchgeführt und findet mittlerweile am 5. und 6. Dezember statt. Es läuft hierbei eine Gruppe,…
  • 80
    Rauhnächte 12 Nächte der Geister, Perchten und Dämonen Die Rauhnächte besitzen seit Jahrhunderten eine besondere Bedeutung und wurden mit diversen Ritualen gefeiert, beziehungsweise durften bestimmte Situationen nicht eintreten, ansonsten käme das Unheil ins Haus. Verpönt war zum Beispiel das Hängenlassen von Wäsche in diesen Nächten. Des Weiteren dachte man, Tiere…