Der Christklotz Geschichte und Ursprung

Der Christklotz, auch Christblock, Christbrand oder Mettenstock, ist ein Weihnachtsbrauch, der an Weihnachten ausgeführt wird und bei dem Holz zum Einsatz kommt. Genauer betrachtet durfte nur Esche oder Eiche verwendet werden, die zuvor geweiht wurde.

Diese Holzscheite wurden in den Ofen gelegt und durften erst am Heiligen Abend angezündet werden. Perfekt war dieser Brauch, wenn der Holzscheit bis Neujahr brannte. Die Reste von diesem Holzscheit wurden anschließend auf dem eigenen Feld verstreut und sollten so ein Unwetter im nächsten Jahr abwenden. Teilweise wurde das Holz mit Wein übergossen und gleichzeitig ein Spruch aufgesagt.

Der Brauch Christklotz wurde ins Leben gerufen, um Haus und Hof vor Schaden zu bewahren, beziehungsweise um den Hof samt Bewohner zu segnen. Daher wurde auch nur geweihtes Holz verwendet. Selbstverständlich wurden in verschiedenen Gebieten unterschiedliche Feinheiten erfunden, die mit diesem Brauch im Zusammenhang stehen.

So wurde beispielsweise in Westfalen dem Pfarrer im 12. Jahrhundert ein Christklotz zu Weihnachten geschenkt. Im sechsten Jahrhundert verbot der damals tätige Bischof das Opfern von Feldfrüchten und Wein über dem Christklotz.

Ursprung  des Christklotzes

Der Brauch Christklotz wurde im gesamten Europa ausgeübt und reicht weit zurück. Die ersten Überlieferungen stammen aus dem 6. Jahrhundert und in jedem Land erhielt dieser Brauch einen anderen Namen. So gab es die Namen Christbrand, Weihnachtsscheit und Mettenstock ebenso wie Holzscheit, Julblock oder Yulelog.

Allen Bräuchen gemein war immer die Tatsache, dass der geweihte Holzscheit immer erst an Weihnachten in den Ofen gelegt wurde und eine Segnung erhielt. In Lettland gab es die Ausnahme, dass der Weihnachtsabend nach dem Christklotz benannt wurde: bluku vakars. Ab dem 17. Jahrhundert bestehen die meisten Überlieferungen, bei denen der Brauch mit Segnungen, Gebeten und einem feierlichen Einholen verbunden war.

Die Beliebtheit des Christklotzes bezeugt sich in der Tatsache, dass in Frankreich ein Weihnachtsgebäck zu Ehren des Weihnachtsscheits erschaffen wurde: Buche de Noel – ein Gebäck in Form eines Holzstammes.

http://www.weihnachten.one/wp-content/uploads/2016/06/Weihnachtsmarkt-Lebkuchenherz.jpghttp://www.weihnachten.one/wp-content/uploads/2016/06/Weihnachtsmarkt-Lebkuchenherz-150x150.jpgChristkindWeihnachtsbrauchtum24. Dez,Europa,Frankreich,Italien,Kroatien,Lettland,Österreich,Slowenien,UngarnDer Christklotz Geschichte und Ursprung Der Christklotz, auch Christblock, Christbrand oder Mettenstock, ist ein Weihnachtsbrauch, der an Weihnachten ausgeführt wird und bei dem Holz zum Einsatz kommt. Genauer betrachtet durfte nur Esche oder Eiche verwendet werden, die zuvor geweiht wurde. Diese Holzscheite wurden in den Ofen gelegt und durften erst am Heiligen...

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