Das Christkind – Bedeutung und Geschichte

Auf das Christkind freuen sich jährlich Tausende von Kindern, vor allem in Südbayern und in Österreich, wo das Christkind das Gegenstück vom Weihnachtsmann darstellt. In diesen genannten Regionen, aber auch in Südtirol, Schweiz, Ungarn, Tschechien, Slowakei, Slowenien, Kroatien und in Südbrasilien bringt das Christkind an Weihnachten die Geschenke und legt sie dort unter den Christbaum.

Das Christkind wird hierbei als ein Engel mit blonden Locken und einem Heiligenschein dargestellt. Wie das Christkind entstand, ist etwas umstritten.

Bedeutung und Geschichte des Christkinds

Tatsache ist, dass es mit der Reformation des evangelischen Glaubens zu tun hat, in dem keine Heiligen verehrt werden. Aus diesem Grund wurde im evangelischen Glauben keine Bescherung am Nikolaustag durchgeführt – ein Ersatztermin musste her.

Nach einigem Hin und Her wurde der 24. Dezember, beziehungsweise der 25. Dezember festgelegt. Daher scheint es eine gute Begründung zu sein, dass das Christkind vom Jesuskind abgeleitet wurde und auch das Jesuskind darstellen soll. Dies deckt sich auch mit der Aussage, dass früher nur die Kinder an Weihnachten beschert wurden – ganz wie das Jesuskind von den Heiligen Drei Königen Geschenke erhielt.

Wunschzettel ans Christkind

Interessant erscheint die Tatsache, dass das Christkind aus dem evangelischen Teil Deutschlands nach Bayern gebracht wurde, hier jedoch heutzutage die größte Bedeutung hat.

Hier wird dem Christkind ein Wunschzettel geschrieben, in der Hoffnung, dass das Christkind genau diesen Wunsch erfüllt und als Geschenk unter den Weihnachtsbaum legt. In einem Steyrer Stadtteil (Oberösterreich) werden sogar die Briefe an das Christkind gesammelt und beantwortet. Diese Briefe erhalten dann einen Sonderstempel. Ebenfalls ist es in Deutschland möglich, an besondere Weihnachtspostämter der Deutschen Post AG zu schreiben.

Auch schmückt in vielen Familien das Christkind den Christbaum, ebenso heimlich wie es die Geschenke bringt.

Nürnberger Christkind

Beim weltberühmten Nürnberger Christkindlmarkt eröffnet ein Christkind den Weihnachtsmarkt und reist anschließend durch Franken, um an Adventsveranstaltungen teil zu nehmen. Auch dieses Mädchen, das mindestens 16 Jahre alt sein muss, wird als Engel verkleidet und hat blonde Haare und trägt eine Krone. Natürlich ist wie bei jedem Christkind das Kleid weiß.

http://www.weihnachten.one/wp-content/uploads/2016/09/Bärbeletreiben.jpghttp://www.weihnachten.one/wp-content/uploads/2016/09/Bärbeletreiben-150x150.jpgChristkindWeihnachtsbrauchtum24. Dez,Alpen,Bayern,Brasilien,Europa,Frankreich,Italien,Kroatien,Lettland,Österreich,Schweiz,Slowakei,Slowenien,Südtirol,Tschechien,UngarnDas Christkind - Bedeutung und Geschichte Auf das Christkind freuen sich jährlich Tausende von Kindern, vor allem in Südbayern und in Österreich, wo das Christkind das Gegenstück vom Weihnachtsmann darstellt. In diesen genannten Regionen, aber auch in Südtirol, Schweiz, Ungarn, Tschechien, Slowakei, Slowenien, Kroatien und in Südbrasilien bringt das Christkind...

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