Barbaratag: Die Geschichte der heiligen Barbara

Der Barbaratag wird am 4. Dezember eines jeden Jahres gefeiert. St. Barbara zählt im katholischen Glauben zu den 14 Nothelfern, die im Falle einer Krise helfen sollen. Der wahre Grund, weshalb der Barbaratag gefeiert wird, liegt in der Geschichte dieser Frau.

Lukas Cranach der Ältere: Martyrium der Heiligen Barbara, 1510-15, im Metropolitan Museum of Art in New York
Lukas Cranach der Ältere: Martyrium der Heiligen Barbara, 1510-15, im Metropolitan Museum of Art in New York

Die heilige Barbara lebte im 4. Jahrhundert in Nikomedien, sie ist eine der Vierzehn Nothelfer und gilt als Schutzpatronin. Sie widersprach ihrem Vater, indem sie sich weigerte, den ihr versprochenen Mann zu heiraten. Stattdessen trat sie heimlich dem christlichen Glauben bei und wollte von nun an in Armut leben. Ihr Vater sperrte sie daraufhin in einen Turm ein und hoffte, sie käme dort zur Besinnung. Als er dies nicht erreichte, lies er sie foltern – auch dies änderte nichts an ihrem Glauben. Zu guter Letzt hackte ihr der Vater persönlich den Kopf ab und erlitt daraufhin den Tod durch Blitzschlag.

So wird der Barbaratag gefeiert

Am 4. Dezember werden von diversen Obstbäumen Zweige , die Barbarazweige, abgeschnitten und ins Wasser gestellt. Diese Zweige sollen bis zum 24. Dezember aufblühen. Je nach Sorte des abgeschnittenen Zweiges konnten verschiedene Voraussagen getroffen werden.

Apfel- oder Pflaumenzweige versprechen im nächsten Jahr eine gute Ernte und Glück erhielt derjenige, dessen Haselnusszweig aufblühte. Ebenfalls für eine gute Ernte spricht der Weizen, der Barbaraweizen,  der am 4.12 in einer Schale gesät wird und bis zu Weihnachten einen dichten, grünen Rasen bildet.

Quittenzweigen kommt ein zweideutiger Sinn zu: die Blüten riechen so süß wie die Liebe sein kann, der bittere Geschmack der Früchte steht für die Probleme einer Beziehung.  Die Schalen mit dem aufgegangenen Barbaraweizen oder blühenden Barbarazweige werden mit rotem Band geschmückt und werden an Weihnachten auf den Tisch gestellt.

Früher verknüpften die Mädchen ihre Barbarazweige mit Namen ihres heimlichen Schwarms. Wenn dann der Zweig verdorrte, wurde klar, dass sich hier keine Liebesbeziehung anbahnen kann.

Nachdem die Märtyrerin Barbara als Schutzpatronin der Bergleute gilt, wird sie natürlich von diesen in besonderem Maße gefeiert.

http://www.weihnachten.one/wp-content/uploads/2016/09/Barbaratag.jpghttp://www.weihnachten.one/wp-content/uploads/2016/09/Barbaratag-150x150.jpgChristkindWeihnachtsbrauchtum4. Dez,AdventBarbaratag: Die Geschichte der heiligen Barbara Der Barbaratag wird am 4. Dezember eines jeden Jahres gefeiert. St. Barbara zählt im katholischen Glauben zu den 14 Nothelfern, die im Falle einer Krise helfen sollen. Der wahre Grund, weshalb der Barbaratag gefeiert wird, liegt in der Geschichte dieser Frau. Die heilige Barbara lebte...

Weitere Artikel

  • 42
    Die Adventszeit - Geschichte und Bedeutung des Advent Advent bedeutet "Ankunft". Die Adventszeit auch als Vorweihnachtszeit bezeichnet, besitzt für den Christen eine besondere Bedeutung. Die Adventszeit beträgt mindestens 22 Tage und maximal 28 Tage. Die aktuell erreichbare Länge hängt vom ersten Adventssonntag ab. Bei diesem handelt es sich immer um…
  • 41
    Bescherung am Heilig Abend dem 24. Dezember Die Bescherung ist der Weihnachtsbrauch in der Weihnachtszeit, auf den sich die Kinder am meisten freuen. Viele weitere weihnachtliche Bräuche sollen die Wartezeit auf den einen, geliebten Brauch verkürzen, zum Beispiel der Adventskalender. Der beliebte Brauch, von dem die Rede ist, heißt Bescherung…
  • 39
    Weihnachten das Fest der Weihnachtsbräuche !Weihnachten ist geprägt von einzigartigen Weihnachtsbräuche und alten Sitten. Adventskalender, Weihnachtsmärkte und der Weihnachtsbaum gehören  genauso dazu wie die heißgeliebten Weihnachtsgeschenke. Die alljährlichen "Frohe Weihnachten" Weihnachtswünsche sowie die  Weihnachtsgrüße per Postkarte.Gerade zu Weihnachten und in der Weihnachtszeit wird den Menschen warm uns Herz und wir…
  • 34
    Der Adventskalender Eine deutsche Tradition. Der Adventskalender ist seit dem 19. Jahrhundert fester Bestandteil des christlichen Weihnachtsbrauchtums. Der Kalender ist heute in allen möglichen Formen und Ausprägungen verbreitet, besonders beliebt sind die Schokokalender für Kinder, die mit Schokoladen und anderen Süßigkeiten befüllt sind. Der Advent beginnt in der 1. Dezemberwoche…
  • 32
    Das Frauentragen im Advent Frauentragen ist ein weihnachtlicher Brauch, der in der Adventszeit durchgeführt wird – genauer gesagt in der Zeit vom ersten Dezember bis Weihnachten. Hierbei wird am ersten Dezember eine Figur der Jungfrau Maria von einer Familie zur nächsten getragen. Diese Figur befindet sich normalerweise in der Kirche…