Klausentreiben ein Brauch im alemannischen Alpenraum

Das Klausentreiben ist ein ähnlicher vorweihnachtlicher Brauch wie das Krampuslaufen. Auch das Klausentreiben wird zur Weihnachtszeit, meist am 6. Dezember, ausgeübt. In diesem Fall verkleiden sich Männer mit Holzmasken, die auch der Krampus trägt. Ebenso trägt man beim Klausentreiben Hörner und zieht Tierfelle an. Der Klaus tritt hier also genauso wie der Krampus in Erscheinung. Dies liegt daran, dass er im Grunde genommen die gleiche Gestalt darstellt, nur dass der Klaus im allemannischen Alpenraum vorkommt, im restlichen Südbayern und Österreich ist es der Krampus.

Dämonen und Geister sollen vertrieben werden

Das Klausentreiben gibt es bereits seit mehreren Jahrhunderten und entstand wahrscheinlich dadurch, weil die als Klausen verkleideten Männer die Dämonen und Geister in der dunklen Jahreszeit vertreiben wollten.

Aus diesem Grund spielten sie selbst Dämonen und Geister und hofften so, dass fremde Geister fernblieben. Daher galten als Hauptausstattung Glocken, mit denen der Klaus viel Lärm machte. Damit sollten alle bösen Geister vertrieben werden und auch das alte Jahr wurde damit ausgekehrt.

Aus diesem Grund war das Klausentreiben früher eng mit den Rauhnächten verbunden. Mittlerweile trägt der Klaus auch eine Rute und hat das Recht, Passanten zu schlagen. In der Regel treiben diese furchteinflößenden Gestalten am 6. Dezember ihr Unwesen und verprügeln alle, die ihnen ab Einbruch der Dunkelheit begegnen.

Mittlerweile läuft das Klausentreiben so ab, dass sich der Oberklaus mit anderen auf einem öffentlichen Platz – meist ist dies der Marktplatz – trifft um dann zusammen als große Gruppe oder geteilt in mehrere kleine Gruppen durch die Straßen zu ziehen.

Öffentliche Veranstaltungen in Touristenorten

In touristischen Orten werden Klausentreiben auch als öffentliche Veranstaltung betrieben. In diesem Rahmen wird den Klausen auch erlaubt, Passanten zu schlagen oder sie mit Schnee abzureiben. Wichtig bei allen Klausentreiben ist das Aussehen der einzelnen Gruppenmitglieder: Je hässlicher und furchteinflößender, umso besser. Daher sind große Hörner, Fell, Stroh und große Glocken das allerwichtigste für den Klaus.

http://www.weihnachten.one/wp-content/uploads/2017/07/Klausentreiben.jpghttp://www.weihnachten.one/wp-content/uploads/2017/07/Klausentreiben-150x150.jpgChristkindWeihnachtsbrauchtum6. Dez,Bayern,Österreich,RauhnächteKlausentreiben ein Brauch im alemannischen Alpenraum Das Klausentreiben ist ein ähnlicher vorweihnachtlicher Brauch wie das Krampuslaufen. Auch das Klausentreiben wird zur Weihnachtszeit, meist am 6. Dezember, ausgeübt. In diesem Fall verkleiden sich Männer mit Holzmasken, die auch der Krampus trägt. Ebenso trägt man beim Klausentreiben Hörner und zieht Tierfelle an....

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