Rauhnächte 12 Nächte der Geister, Perchten und Dämonen

Die Rauhnächte besitzen seit Jahrhunderten eine besondere Bedeutung und wurden mit diversen Ritualen gefeiert, beziehungsweise durften bestimmte Situationen nicht eintreten, ansonsten käme das Unheil ins Haus. Verpönt war zum Beispiel das Hängenlassen von Wäsche in diesen Nächten. Des Weiteren dachte man, Tiere können in dieser Nacht reden und man versuchte in die Zukunft zu blicken. Das Vieh erhielt geweihte Nahrung, um Unheil vom Haus fernzuhalten. Andererseits wurden Spenden an Sternsinger und die Müllabfuhr geleistet, damit das Glück nicht fortläuft

Rauhnächte
Geister und Verstorbene kommen zu Besuch. Dämonen treiben ihr Unwesen

Zu den Rauhnächten zählen nachfolgende Nächte:

Die Rauhnächte beginnen zur Thomasnacht am 21. Dezember und gehen bis zum 06. Januar Heilige Drei Könige, je nach Region.

Insgesamt umfassen die Rauchnächte 12 Nächte. Je nach Region finden alle oder nur ein paar der Rauhnächte Beachtung. Am wichtigsten sind

· die Thomasnacht, die am 21.12 stattfindet
· die Christnacht
· die Silvesternacht
· und die Nacht vom 5. auf den 6. Januar (Heilige Drei Könige)

So unterschiedlich die Entstehung der Rauhnächte dargestellt wird, so unterschiedlich fällt auch die Bedeutung der Rauhnächte aus. Teilweise geht man von einem Lunisolarkalender aus, indem es lediglich 354 Tage im Jahr gibt – die fehlenden 11 Tage, bzw. 12 Tage stellen die Rauhnächte dar, in denen Geister und Verstorbene zu Besuch kommen und Dämonen Streifzüge durchführen.

Diese Situationen werden auch als wilde Jagden bezeichnet. Daher darf sich keine weiße Wäsche auf den Leinen befinden, da sich die Geister sonst darin verfangen, bzw. weiße Leintücher als Leichentücher für die Besitzer verwenden. Des Weiteren sollen sich Menschen in Werwölfe verwandeln können, wenn diese einen Pakt mit dem Teufel geschlossen hatten.

Obwohl es in verschiedenen europäischen Regionen unterschiedliche Bräuche bezüglich der Rauhnächte gibt, stehen diese immer mit anderen Bräuchen in Verbindung, mit denen böse Geister vertrieben werden sollen. Wie z.B  im Alpenländischen Raum die Klausen & die Krampusse, die Perchten und weitere verkleidete Gestalten losgeschickt werden, um mit Glocken und Ruten die bösen Geister zu vertreiben.

http://www.weihnachten.one/wp-content/uploads/2016/08/Rauhnaechte-1024x682.jpghttp://www.weihnachten.one/wp-content/uploads/2016/08/Rauhnaechte-150x150.jpgChristkindWeihnachtsbrauchtum1. Jan,21. Dez,24. Dez,25. Dez,31. Dez,5. Jan,6. Jan,Alpen,Bayern,ÖsterreichRauhnächte 12 Nächte der Geister, Perchten und Dämonen Die Rauhnächte besitzen seit Jahrhunderten eine besondere Bedeutung und wurden mit diversen Ritualen gefeiert, beziehungsweise durften bestimmte Situationen nicht eintreten, ansonsten käme das Unheil ins Haus. Verpönt war zum Beispiel das Hängenlassen von Wäsche in diesen Nächten. Des Weiteren dachte man, Tiere...

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