Spieldosen – Erzgebirgische Volkskunst

Erzgebirgische Spieldosen zeugen von einer langen Handwerkstradition , sie sind Meisterwerke der Handwerkskunst. Mit Ihren Miniaturwelten wie z. B. aus der Christi Geburt oder der Weihnachtswelt , haben bereits Generationen in der Weihnachtszeit verzaubert.

Spieldosen – Erzgebirgische Volkskunst

Spieldosen wurden in ihren Anfängen von Hand angetrieben – die heutige Aufzugmechanik war noch nicht erfunden. Gleichzeitig bewegten sich Figuren, was bis heute die Besonderheit der Spieldosen blieb. Die Spieluhren, wie wir sie heute kennen, gibt es ungefähr seit 80 Jahren; sie werden durch ein filigranes Meisterwerk an Mechanik im Inneren angetrieben und spielen die Melodien, die ihnen ihr Hersteller einbaut.
Welche Figuren sich auf der Platte der Spieldose drehen oder bewegen, ist ebenfalls vielfältig. Zumeist sind es weihnachtliche Motive, so zum Beispiel Krippenfiguren oder auch Winterliches.

Spieldosen nicht nur zur Weihnachtszeit

Doch zunehmend werden Bäume und Waldarbeiter oder andere Berufe und Landschaften dargestellt und die Melodie ist ebenfalls nicht mehr unbedingt weihnachtlich, sodass die Spieluhr das ganze Jahr über ihre Besitzer erfreut.

Ob in Naturholzfarben oder bunt bemalt – in verschiedenen Größen und Formen, wenn auch meist rund, so kommen die Spieldosen daher und erfreuen nach wie vor Jung und Alt. Einige Manufakturen stellen die Spieluhren heute noch in Handarbeit her, wobei die Figuren meist gedrechselt oder geschnitzt sind. Zwar gibt es auch in diesem Genre ähnliches aus Fernost, doch reicht es in der Qualität bei Weitem nicht an die traditionellen Arbeiten aus dem Erzgebirge heran.

Immer öfter sorgen die fleißigen und künstlerischen Hände in den Werkstätten auch für Osterdeko, was die Spieluhren einschließt. Mit bunten Blumen und Ostermotiven verziert, ist eine solche Spieldose auch im Frühling eine wunderbare Geschenkidee.

Antrieb der Spieluhr

Das Innere einer Spieluhr ist erstaunlich klein. Eine Feder treibt eine Walze an, auf deren Oberfläche Metallstifte in verschiedenen Abständen angebracht sind. Ähnlich einem Kamm werden metallene Zinken über diese Stifte geschoben, die beim Zurückspringen verschiedene Töne erzeugen. Verbunden ist dieses Innenleben mit dem Äußeren der Spieldose meist durch einen Holzstab, der nach dem Aufziehen die Möglichkeit bietet, die Spieluhr in Gang zu setzen oder anzuhalten.

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