Andreastag: Geschichte, viele Bräuche und Feierlichkeiten

Er wird seit dem 4. Jahrhundert gefeiert. Seit dieser Zeit umgeben den Andreastag viele Bräuche und Feierlichkeiten.

Hl. Andreas, aus der Kapelle in Nauberg
Hl. Andreas, aus der Kapelle in Nauberg

Der Apostel Andreas

Andreas verstarb letztendlich als Märtyrer und wurde an ein schräges Kreuz gebunden. Seinen dramatischen Tod erlitt er in Patras, Griechenland, nachdem er nach dem Tod von Jesus selbstständig missioniert hatte.

Solch ein Andreaskreuz findet sich im heutigen Alltag immer wieder: so steht beim Bahnübergang das Andreaskreuz und die schottische und britische Nationalflagge beinhaltet ebenfalls das Andreaskreuz. Daran ist erkennbar, welche Stellung der Andreastag besitzt.

So wird der Andreastag gefeiert

Der Andreastag wird jedes Jahr am 30. November gefeiert. Somit stellt er den Beginn der Adventszeit und das Ende eines Kirchenjahres dar. Eine Besonderheit stellt auch die Nacht vor dem Andreastag dar.

Diese Nacht wird liebevoll als Losnacht bezeichnet und wurde früher von den ledigen Frauen dazu verwendet, einen Blick auf ihren zukünftigen Ehemann werfen zu können. Hierzu wurden diverse Techniken angewandt, die zweifelsohne dem Aberglauben zuzuschreiben sind.

Seinen Sinn bekam diese Nacht wohl deshalb, da der Apostel Andreas als Schutzpatron der Ehe und der Liebenden bezeichnet wird. Der Andreastag hat in Deutschland an Bedeutung verloren. Sicherlich wird er in der Kirche noch gefeiert und zum entsprechenden Zeitraum werden Gebete zu Ehren Andreas abgehalten. Die früher üblichen Rituale finden in Deutschland keinerlei Anwendung mehr.

Der Andreastag Polen und Schottland

In Polen erhoffen sich jugendliche, weibliche Singles immer noch eine Antwort, wann sie zum Traualtar schreiten dürfen. Eine noch praktizierte Tradition ist das aneinanderreihen aller Schuhe. Die Spitze der Schuh-Schlange kommt an einer Tür zum Stehen. Wessen Schuh diese Tür erreicht, dessen Besitzerin wird im folgenden Jahr heiraten.

In Schottland besitzt der Andreastag eine sehr hohe Bedeutung. Im Allgemeinen ist er als St. Andrew´Day bekannt. Dort wurde der 30. November als Nationalfeiertag eingeführt und entsprechend gebührend gefeiert. Hintergrund ist ein Erscheinen des Apostels im Jahr 832 und zwar vor dem damaligen König Hungus. Dieser wurde vom Erscheinen Andreas so bekräftigt, dass er am nächsten Tag seinen Feind angriff und tatsächlich siegte. Aus diesem Grund wird in der schottischen Hauptstadt Edinburgh und in der Stadt St. Andrews eine Woche lang gefeiert.

Bauernregeln:
“Schau in der Andreasnacht, was für Gesicht das Wetter macht:
So wie es ausschaut, glaub’s fürwahr, bringt’s gutes oder schlechtes Jahr.”

„Andreas’ Schnee tut den Saaten weh“

“Hält St.Andrä den Schnee zurück, so schenkt er reiches Saatenglück.”

„Wenn es an Andreas schneit, der Schnee hundert Tage liegen bleibt“

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